Haushaltsgeräte

Die Zeiten als Küchenarbeit im Haushalt einmal Schwerstarbeit war, kennen die meisten nur noch aus Erzählungen. Das war eine Zeit, da konnte man nicht so einfach auf den Knopf drücken, um Kochherd und Backofen auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Handarbeit war angesagt. Ofen und Herd waren zu befeuern und Sorge dafür zu tragen, dass genügend Brennmaterial zur Verfügung steht. Heute ist dies alles einfacher, denn Küchengeräte erleichtern die alltägliche Hausausarbeit und schaffen Freiräume für Tätigkeiten anderer Art.

Der Weg zum Kochherd heutigen Zuschnitts ist jedoch lang. Induktionskochfelder mit automatischer Temperaturregulierung sorgen erst seit wenigen Jahren dafür, dass nichts mehr anbrennen kann. Die Innovationsschübe bei Geräten der Koch- und Backtechnik sind beachtenswert. Bestand einst beim Backofen das größte Problem darin ihn von eingebrannten Verkrustungen zu befreien, so hat fortschrittliche Technik auch hier ihre Spuren hinterlassen. Früher war dies ohne Zuhilfenahme der Chemie nicht möglich. Seit der Erfindung der Pyrolyse jedoch geht es auch ganz ohne, denn die extrem hohen Temperaturen bringen auch noch so hartnäckige Rückstände zum Verschwinden.

Neben der Zubereitung von Speisen ist deren Aufbewahrung ein zentrales Thema der Küchentechnik. Kühlschränke sind für die kurzfristige Lagerung von verderblichen Nahrungsmitteln unverzichtbar geworden. Für die längerfristige Lagerung hat sich im modernen Haushalt das Tiefkühlverfahren allgemein durchgesetzt. Eisschrank und Gefriertruhe werden in städtischen Regionen in der Regel jedoch weniger zum Einfrieren von verderblichen Lebensmittel verwendet, sondern sie dienen vielmehr der Lagerung von Tiefkühlprodukten, deren Angebot über die Zeit systematisch gewachsen ist.

Nicht nur die Großgeräte haben den Küchenalltag revolutioniert – auch Kleingeräte wie Kaffeemaschine und Mixer tragen ihren Teil zu mehr Lebensqualität bei.

Hausarbeit besteht indes nicht nur aus Essenszubereitung und –aufbewahrung. Auch die Wäsche will gepflegt sein und auf eine saubere Wohnung setzt ein jeder stillschweigend voraus. Auch hier gab es bahnbrechende Veränderungen. Der Waschvollautomat, umgangssprachlich als Waschmaschine bezeichnet, bedeutet für die Hausfrau von heute eine erhebliche Arbeitserleichterung. Per Programm lassen sich Waschbehandlungen für unterschiedlichste Gewebearten auswählen und per automatisch gesteuerter Wasser- und Waschmittelzufuhr reinigen. Die anschließenden Schleuderprogramme sorgen dafür, dass der Wäsche mechanisch soviel Restwasser wie möglich entzogen wird. Das ist ein beachtlicher Fortschritt, wenn man bedenkt, dass Zuber und Waschbrett vor hundert Jahren noch das Szenario des Wäschewaschens dominiert haben.

Mit dem Staubsauger steht schließlich ein Reinigungsgerät zur Verfügung, dass in fast keinem Haushalt fehlt und jede Wohnung im Handumdrehen von Staub und Schmutz befreien hilft.